Der Weg vom Selbsthass in die Misanthropie??
 



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Vergangenheit – Nach dem Burnout

Eine 90qm Dachgeschosswohnung in bester Lage. 
Im Flur liegt dunkler Schieferboden, glänzend, fast schwarz. An den Wänden Filmposter zum Teil mit Widmung. Darunter samt rote Kinosessel. In einer Nische mein Schuhschrank. Turnschuhe von Puma, Nike und Adidas. Lederschuhe, Hand- und maß gefertigt. Das Bad weiß und kühl. Hygienisch sauber (1-mal wöchentlich Grundgereinigt von Rita meiner Putzfrau. Wärmstens empfohlen von meinem Chef der sich für ein paar Extrascheine gerne mal verbal beraten lässt). Dusche, Jacuzzi, und Pissoir. Vor dem Spiegel: Zahnbürste (Ultraschall), Parfüm, Rasierutensilien, Haargel. Versteckt unter dem Waschbecken: Ersatzklopapier (3-lagig, weich), Tages- und Nachtcremes, Kondome und Gleitcreme. 
Im Schlafzimmer flauschiger Teppich und King Size Bett mit Stahlgestell. Halbbegehbarer Kleiderschrank. Darin Markenklamotten, treue Anzüge. Seit etwas mehr als einem Jahr keine Frauensachen mehr drin. Auf dem Nachtschrank Sartre, Voltaire und Lessing. Im Nachtschrank Kondome, ein Dildo (von der Ex und nur einmal an mir ausprobiert), Handschellen für das Stahlgestell des Bettes.  
Die Küche groß und vollständig. Elektro- und Gasherd (noch nie benutzt), amerikanischer Retro-Kühlschrank (Grün, Sonderanfertigung). Darin frisch gepresster Orangensaft, Bier, Sekt (Champagner mag ich nicht), französischer Käse (abgelaufen seit 5 Tagen), Tomaten- und Karottensaft, Milch.  
Im Wohnzimmer dunkler Parkettboden, riesige Ledercouch, Ledersessel (insgesamt über 6000 Euro), Schränke weiß / wenge (keine Nachbildung). In den Regalen DVDs jeden Genres. In den Hüllen von „Vom Winde verweht“ (leiht sich niemand aus) 3 Pornofilme. Einen mit Julia gedreht. Im Regal eine Designer Stereoanlage daneben ein weißes Klavier (auf dem ich nicht spielen kann aber ich muss eins besitzen) 
Auf der 24qm Dachterrasse: Sonnensegel, Ratanmöbel, eigener Kühlschrank, kleine Bar, Bananenpflanzen, Sichtschutz (Julia wollte es so). Das Arbeitszimmer tabu. Vom Arzt verboten. Akten stapeln sich, vor dem PC zwei ausgeschaltete Black Barrys – der Arzt hat es verboten. Nur einen Blick? An der Wand ein Bild gemalt von Julia (neben Sichtschutz, Dildo, Handschellen, Porno und jeder menge Gedanken das einzige Überbleibsel von ihr). Nur die Mails checken, einen Anruf tätigen. Ich muss mich übergeben – gerettet. Zurück im Wohnzimmer. Auf dem Tisch das neue MacBook (passt besser zur Wohnung). Kein Mailprogramm installiert, keine Arbeitsdokumente drauf, Webseite der Firma geblockt, jungfräulich. Ich schalte es an. Muss was tun. Mich ablenken. Zeit vertreiben nur bis zum Abend. Tippe die URL eines Chatrooms ein und registriere mich. „Hallo ihr da draußen. Ich bin der Mann der abgelenkt werden muss“ – „Hallo Du…ich bin die Frau die dein Leben verändern wird, ich werde es zerstören, dich nach unten reißen damit neuauferstehen kannst …du weißt es nur noch nicht…“ 


3.2.09 20:46
 


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