Der Weg vom Selbsthass in die Misanthropie??
 



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Gegenwart - It's only after we've lost everything, that we're free to do anything!

Mit einem Kater hast du zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Du stellst dich diesem stinkenden fiesen Vieh und versuchst es nicht zu bekämpfen. Du beugst dich den Schmerzen und leidest. Du musst dabei einen langen Weg gehen, vergleichbar mit dem Weg zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Du wirst dich quälen und so manch Erscheinung haben. Aber irgendwann erreichst du das Ziel. Kaputt, Müde aber verdammt stolz. Da du aber, genauso dumm wie die ganzen Pilger, bist hält dieses Gefühl nur bis zum nächsten Schluck. 

Möglichkeit 2: Du stellst dich diesem Wichser und kämpfst. Du öffnest die Minibar. 
„Guten morgen der Herr. Sie sehen nicht gut aus aber ich sehe ihnen an, dass sie in den Kampf ziehen wollen“ – „So schaut´s aus Meister der Kälte, welche Waffen stehen zur Verfügung“ – „ Ich habe zu bieten: Bier für kleine Wildkatzen in ihrem Kopf, Absolut Vodka wenn die Wildkatze die schon ein Löwe ist und eine ungesunde Mischung aus Wodka, Bier, Cognac und Whisky für die richtig schweren Fälle“ – „Ihre Auswahl ist vorzüglich. Ich wähle den Wodka…“. 
Du stehst vor dem Klo, deinen Schwanz in der einen die Wodkaflasche in der anderen Hand. Der Gestank und die dunkle Farbe deines Urins sagen dir, dass du es die Nacht wiedermal übertrieben hast. Das Blut auf den weißen Bodenkacheln sagt dir, dass sich entweder der befickte Schlagzeuger einen Schuss gesetzt hat oder du wiedermal Nasenbluten hattest – drauf geschissen wörtlichen Sinn. Dir sagt niemand etwas. In der Dusche versuchst du deinen Schmerz mit heißem sauberem Wasser abzuspülen. Es ist eine groteske Reinigung die du mit der Wodkaflasche und der Seife vornimmst. Dir fällt ein, dass es vergleichbar damit ist, mit dem Teufel in ein Taufbecken zu springen. Über diesen Gedanken, der erstaunlich klar und spontan war, musst du lachen. 
Du beschließt deinem Körper einen Tag Pause zu gönnen und lässt die Band alleine zum nächsten Gig fahren. Während du mit einem Bier auf dem Bett liegst und einen deiner Lieblingsfilme schaust flucht im Bad die Putzfrau über die Kotze in der Dusche, das Blut auf dem Boden und die Scheiße im Klo, den abgerissenen Duschvorhang und den unerträglichen Gestank. Den unerträglichen Gestank deiner Ignoranz. Sie Flucht so laut, dass du die DVD etwas zurückspulen musst um diesen Satz noch mal zu hören… It's only after we've lost everything, that we're free to do anything! “Yeah” denkst du und fängst an dir einen runterzuholen. 


6.2.09 20:03
 
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